Ausstellung “Reformatorinnen” ging bewegt zu Ende

Ingeborg Schlottmann und Karin Gerhard moderierten die Vernissage

“Reformation ist andauernder Veränderungsprozess”, ist einer der Kernsätze, den Karin Gerhard bei der Vernissage zur Ausstellung “Reformatorinnen” betonte. Zusammen mit Ingeborg Schlottmann moderierte sie die Vernissage der Wanderausstellung der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Resonanz war groß, viele Gemeindemitglieder interessierten sich für den Teil der Geschichte, der in Geschichtsbüchern leider oft übersehen wird. Mit Texten und Zitaten von Frauen, die in den letzten 500 Jahren die Kirche geprägt und verändert haben, machten Karin Gerhard und Ingeborg Schlottmann die Rolle und Bedeutung von Frauen in und für die Reformation sichtbar und stellten Frauen vor, die als Schriftstellerinnen, Liederdichterinnen, Pfarrfrauen, Predigerinnen und Herrscherinnen unsere Kirche zu dem machten, was sie heute ist.

Katharina von Bora mit ihrem Mann

Daneben kamen aber in Toneinspielungen zum Beispiel auch junge Leute zu Wort, die auch heute noch über die Bedeutung der Theologin Dorothe Sölle diskutieren.

Ein Highlight war der persönliche Auftritt von Katharina von Bora und ihrem Mann Martin Luther (gespielt von Hildegard Saß und Madeleine Aretz). In ihrem Dialog wurde deutlich, wie die Umwälzungen der Reformation sich auch auf ihr Privatleben ausgewirkt haben dürften.

Für den musikalischen Rahmen mit Musik von verschiedenen Komponisten sorgte Irmgard Huber-Schermeier am Klavier.

Die Ausstellung war vom 4.- 8. Oktober auf der Bille und vom 9.-15. Oktober in der Johanneskirche zu sehen.

Auf vielen Schautafeln werden die Reformatorinnen beschrieben

Zum Abschluss stand am 15. Oktober der Gottesdienst in der Johanneskirche unter dem Thema “Reformatorinnen….und ich?” Die Reformatorinnen Argula von Grumbach, Magdalena Heymair und Ilse Härtner wurden vorgestellt, danach flossen viele bewegende, überraschende, aber auch mutige und persönliche Gedanken zum Thema “Glauben” in den Gottesdienst ein. Imke Nörtemann ergänzte die spirituelle Atmosphäre mit ausgewählten Orgelstücken. Pfarrerin Michaela Langenheim unterstützte die Frauen aus unserer Gemeinde, die den Abschlussgottesdienst und das anschließende Kaffeetrinken mit Imbiss vorbereitet hatten.

Vielen Dank an alle, die zu dieser sehr gelungenen Ausstellungswoche beigetragen haben.