Ehrenamtsausflug zum Gasometer Oberhausen

Ehrenamtsausflug: Respekt

Mir hat etwas an dem Ehrenamtsausflug besonders gefallen.

Die Würdigung untereinander trotz auftretender Komplikationen. Sich darauf einzulassen, mit Bus und Bahn zum Gasometer nach Oberhausen zu fahren, obwohl man i.d.R. mit dem Auto fährt: Respekt!

Dass man dann mit der Straßenbahnlinie 105 vierzig Minuten einmal quer durch ganz Essen fährt und in den „besonderen Genuss‟ des Publikumswandels der anderen Stadtteile kommt und das dann eher als „spannendes Erlebnis‟ verbucht: Respekt!

An der Stadtgrenze zu Oberhausen bei einem Halbstundentakt nicht mehr in einen überfüllten Bus einsteigen zu können und sich dann spontan zu entscheiden, dass man dann eben läuft: Respekt! Unterwegs die Chance zum Gespräch zu nutzen und immer wieder aufeinander zu warten: Respekt! Zwischendurch sich aufzuteilen, weil das Laufen für einige zu viel wird: Respekt! Sich noch in einen mit grölenden Leuten vollgestopften Bus zu quetschen und dies mit Humor zu nehmen: Respekt!

Von der Schnellsprechführung mit starker Nebengeräuschkulisse nur einen Teil mitzubekommen und dennoch dabei zu bleiben: Respekt! Die etwas längeren Fußentfernungen zwischen den Haltestellen und den Zielen Gasometer und Außen-gastronomie mitzumachen mit der Schlagermusikbeschallung eines Open-Air-Konzertes: Respekt! Den ruppigen Kellner zu ertragen, der Erdbeerkuchen zwar als Bestellung aufnimmt, aber dann keinen mehr hat: Respekt! Ohne Murren zu ertragen, dass die S-Bahn vor der Nase wegfährt und man eine halbe Stunde auf dem Bahnsteig stehen muss: Respekt!

Dieser Umgang miteinander wiegt für mich noch schwerer als der Dank an die Organisatorinnen, der schon angeschlagene Trotzdem-Einsatz einer Vorbereiterin, die „süßen‟ Lunchpakete, die tolle Ausstellung mit der phantastischen Erdkugelprojektion, das Kaffeetrinken und nicht zuletzt das tolle Wetter.

Wenn wir so miteinander umgehen, dann mache ich mir um unsere Gemeinde keine Sorgen und bin mir sicher, dass eines Tages alle Ehrenamtlichen sich eingeladen fühlen, auch wenn sie nicht persönlich, sondern „nur‟ über den Gemeindebrief und die Homepage angesprochen werden.

 

Frank Rosinger