Großes Übergabefest auf der Billebrinkhöhe mit Gemeindeversammlung

Was lange währt … Es ist rund sechs Jahre her, dass die Kirchengemeinde Bergerhausen in Gemeindeversammlung und Presbyterium beschlossen hatte, Gemeindezentrum und Kirche Billebrinkhöhe an das Integrationsmodell Essen e.V. zu übergeben; diese Maßnahme soll zum einen die Kirchengemeinde finanziell entlasten, die die Kosten für den Unterhalt der vielen gemeindlichen Gebäude bei rückgehenden Kirchensteuereinnahmen nicht mehr tragen kann, und andererseits den Standort auf der östlichen Seite des Siepentals für stadtteilorientierte, gemeindliche und inklusive Arbeit erhalten.

Das Integrationsmodell betreibt schon seit längerem zunehmend vielfältige inklusive und künstlerische Angebote in unserem Gemeindezentrum. Nun konnten nach diversen Verhandlungen und Hürden (Bauauflagen, Vertragsmodalitäten, etc.) endlich auch die Verträge unterzeichnet werden. Die Gemeinde bleibt Eigentümerin des Grundstücks, wird aber von allen laufenden Kosten entlastet; das IM bekommt das Gebäude mietfrei, wird aber die komplette Unterhaltung des Gebäudes übernehmen – eine win-win-Situation für alle Beteiligten.

Am 1. September haben wir ein großes Übergabefest gefeiert. Nach einem Familiengottesdienst in der Kirche Billebrinkhöhe gab es den ganzen Tag hindurch verschiedenste Angebote und Aktionen für groß und klein. Beschlossen wurde der Tag mit einer Andacht „Sehnsucht nach Frieden‟ an diesem Antikriegstag.

Das Gemeindezentrum Billebrinkhöhe wird zukünftig vom Integrationsmodell Ortsverband e.V. als inklusives Begegnungszentrum genutzt. Die Ev. Kirchengemeinde bleibt weiterhin Eigentümerin des Grundstücks und des Gebäudes. Mit dem Integrationsmodell Ortsverband e.V. konnte Einvernehmen darüber hergestellt werden, dass auch weiterhin zu den üblichen Zeiten Gottesdienste der Ev. Kirchengemeinde Essen-Bergerhausen in den Räumlichkeiten gefeiert werden können. Eine Reduzierung der Anzahl von Gottesdiensten der Kirchengemeinde ist daher mit der neuen Nutzung des Gebäudes nicht verbunden.

Die Entwidmung sowie die Information zur zukünftigen Nutzung von Räumlichkeiten des Gebäudes durch die ev. Kirchengemeinde war der einzige Tagesordnungspunkt der Gemeindeversammlung am 1. September 2019 in der Kirche auf der Billebrinkhöhe. Nach der Begrüßung der anwesenden Gemeindeglieder durch Pfarrerin Heidrun Viehweg und nach Feststellung der Formalien, wie in der Kirchenordnung vorgeschrieben (Kanzelabkündigungen, Aushänge und fristgerechte Einladung der Gemeindeglieder) begann die Versammlung. Pfarrerin Heidrun Viehweg informierte die Gemeindeglieder über den Absichtsbeschluss des Presbyteriums zur kirchenrechtlich notwendigen formellen Entwidmung der Gottesdienststätte „Ev. Kirche Billebrinkhöhe“ im Zuge der Abtretung des Grundstücks und der Immobilie (Gemeindezentrum und Gottesdienststätte „Ev. Kirche Billebrinkhöhe”, Billebrinkhöhe 70/72, Lönsberg) im Rahmen eines Nutzungsvertrages zum 1.9.2019 an den Integrationsmodell Ortsverband Essen e.V. und erläuterte die Gründe dieser Entscheidung. Aus der Gemeinde gab es keine Rückfragen bzw. Rückmeldungen, da ein langer und auch informativer Prozess vorangegangen war. Heidrun Viehweg unterrichtete die Gemeinde weiterhin über die zukünftige Nutzung von Räumlichkeiten des Gebäudes durch die Kirchengemeinde. Nach dem Hinweis, dass die Gemeinde Gelegenheit hat, sich bis zum 15.9.2019 zu äußern, ging bis zu diesem Termin keine Äußerung ein. Aus diesem Grund konnte das Presbyterium in seiner Sitzung am 25.9.19 den Absichtsbeschluss mit einem kirchenrechtlichen Beschluss bestätigen.